Änderungen im CSR-Gesetz

Viele Unternehmen haben sich bereits mit dem Regierungsentwurf des CSR-Gesetzes beschäftigt. Die Vorabfassung der Beschlussempfehlung zum CSR-Gesetz enthält einige Veränderungen, die wir kurz vorstellen und kommentieren möchten:

Prüfpflicht
Es gibt nach wie vor in Deutschland keine Prüfpflicht für CSR-Berichte. Falls Unternehmen die Berichte allerdings freiwillig prüfen lassen, müssen sie das Prüfergebnis ab dem Geschäftsjahr 2019 analog veröffentlichen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das auf die Nachfrage nach Prüfungen auswirkt.

Veröffentlichungsfrist
Falls Unternehmen ihrer Verpflichtung zu einer nicht-finanziellen Erklärung mit einem CSR-Bericht nachkommen, bleibt Ihnen zur Veröffentlichung dieses Berichtes nunmehr nur noch vier Monate Zeit – die gleiche HGB-Frist wie für Konzernlageberichte kapitalmarktorientierter Unternehmen. Ein Schritt hin zu „integrierterem“ Denken?

Konzerntöchter
Konzerntöchter sind von einer Veröffentlichung befreit, wenn sie mit einem Konzernbericht abgedeckt sind, der die EU-Regelung erfüllt. Das gilt nun für Mütter innerhalb und außerhalb Europas. Eine sinnvolle Veränderung, die einige große Unternehmen mit Müttern außerhalb der EU erleichtern wird.

Berichtsstandard
Immer noch braucht es keinen Standard. Neu ist allerdings, dass Unternehmen begründen müssen, wenn sie keinen Standard nutzen. Die Begründung könnte weniger trivial sein, als es auf den ersten Blick scheint. Immerhin hält bspw. die GRI am Wesentlichkeitsprinzip fest, was eine Berichterstattung – wenn sinnvoll umgesetzt – zielführend macht.

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) ist nach einem ersten Gutachten mit der EU-Richtlinie zur CSR-Pflicht kompatibel. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung holt auf Basis des jetzt vorliegenden finalen Gesetzestextes nochmals ein juristisches Gutachten zu dem Thema ein.

BCC unterstützt Anwender als offizieller und zertifizierter Schulungspartner des DNK.

 

Hier finden Sie einen Überblick zum Stand der Umsetzung. Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne; pianowski@bcc-ffm.de, 069 900 2888 10.